
Was ist Laserbeschriftung?
Das CPM (Capturing-Positioning-Marking) ist ein Vision-System zur kameragestützten Positionierung von Lasermarkierungen. Es liefert ein exaktes Live- oder Einzelbild des Markierbereichs und ermöglicht die direkte visuelle Ausrichtung des Layouts auf dem realen Bauteil. Das System ist vollständig in die ACI-Beschriftungssoftware Magic Mark integriert – ohne zusätzliche Software oder Schnittstellen.
CPM Vision-Systeme im Überblick
Das CPM Vision-System von ACI Laser ist als internes und als externes CPM verfügbar. Beide Varianten dienen der kameragestützten Positionierung von Markierungen auf Bauteilen und Werkstücken. Welche Lösung am besten passt, hängt von Bauteilgröße, gewünschter Bildgröße, Auflösungsanforderung und dem eingesetzten Lasersystem ab.
Beim internen CPM ist die Kamera direkt in den Strahlengang eingekoppelt und blickt über die Scannerspiegel. Dadurch wird der thermische Drift des Scanners kompensiert, was eine besonders präzise Positionierung ermöglicht.
Typisch für das interne CPM:
Kamera im Strahlengang (Scanner-basiert)
sehr hohe Auflösung bei kleinen Bildgrößen
Bildgröße (Einzelbild): 5 × 5 bis 13 × 13 mm²
Bildgröße (zusammengesetztes Bild): 35 × 35 bis 70 × 70 mm²
Auflösung: 6 bis 15 µm/Pixel
Das externe CPM nutzt eine Kamera zur Erfassung eines Live- oder Einzelbildes des Markierbereichs. Das Kamerabild wird in der Lasersoftware Magic Mark zur manuellen Positionierung des Markierlayouts verwendet und perspektivisch entzerrt dargestellt.
Typisch für das externe CPM:
Erfassung großer Markierbereiche (abhängig von Optik)
flexible Bildgrößen, auch für größere Bauteile
Bildgrößen: 60 × 60 bis 160 × 160 mm², auch benutzerdefiniert
Auflösung: 65 bis 200 µm/Pixel
Kamera integriert oder extern, abhängig vom Lasersystem
| Livebild des Markierbereichs – ermöglicht visuelle Kontrolle vor der Bearbeitung | |
| Intuitive Layoutplatzierung im Kamerabild – vereinfacht die Ausrichtung und spart Zeit | |
| Stitching für hochauflösende Details – ideal für feine Strukturen und kleine Markierflächen | |
| Visuelle Kontrolle vor der Markierung – verhindert Fehlpositionierungen und Ausschuss | |
| Vollständig integriert in Magic Mark – zentrale Steuerung ohne externe Software | |
| Flexible Anpassung an Objektive, Beleuchtung und Auflösung – für maximale Kompatibilität |
| Internes CPM | Externes CPM | |
|---|---|---|
| Bildgrößen (Einzelbild) | 5 × 5 bis 13 × 13 mm² | 60 × 60 bis 160 × 160 mm² |
| Bildgrößen (zusammengesetzt) | 35 × 35 bis 70 × 70 mm² | |
| Auflösung | 6 bis 15 µm/Pixel | 65 bis 200 µm/Pixel |
| Bauform | im Strahlengang integriert | Kamera integriert oder extern, abhängig vom Lasersystem |
| Typische Bauteile | kleine Bauteile, hohe Präzision | größere Bauteile, flexible Layouts |
| Kompatible Lasersysteme | nur Faserlaser | Faserlaser, Diodenlaser, CO₂ |
Das CPM Vision-System ermöglicht die präzise Ausrichtung des Markierlayouts direkt auf dem Kamerabild des realen Bauteils. So ist sofort erkennbar, ob die Markierung exakt sitzt. Besonders bei kleinen, komplexen oder häufig wechselnden Objekten sorgt CPM für mehr Sicherheit und verhindert Fehlpositionierungen. Dadurch sinkt die Fehlerquote erheblich, Ausschuss und Nacharbeit werden reduziert und die Prozesssicherheit im Serienbetrieb steigt. Unternehmen profitieren von stabileren Abläufen und geringeren Produktionskosten.


Je nach Anforderung zeigt CPM ein Livebild oder ein Einzelbild im Grafikbereich von Magic Mark. Das Kamerabild wird automatisch entzerrt, perspektivisch korrigiert und an den Markierbereich angepasst. So stimmen die virtuelle Markierung und die reale Objektfläche exakt überein – die Markierung erscheint genau an der vorgesehenen Position. Damit wird die Ausrichtung vor der Bearbeitung visuell überprüfbar, was Fehlpositionierungen verhindert und die Genauigkeit im Prozess deutlich erhöht.
Durch das sogenannte Stitching wird ein hochaufgelöstes Bild des Markierbereichs erzeugt. Damit lassen sich auch kleinste Markierflächen, filigrane Strukturen oder schwer erkennbare Details exakt erfassen und ausrichten. Besonders in Branchen mit hohen Qualitätsanforderungen – etwa in der Elektronikfertigung, der Medizintechnik oder bei Trimmanwendungen – trägt das CPM Vision-System dazu bei, selbst feinste Strukturen präzise zu positionieren und kontrolliert zu markieren oder zu trimmen bzw. abzugleichen.


Das CPM Vision-System ist vollständig in die ACI-Beschriftungssoftware Magic Mark eingebunden. Die Positionierung erfolgt direkt im Kamerabild – visuell, intuitiv und exakt. Kamera-, Objektiv- und Beleuchtungseinstellungen lassen sich individuell anpassen, sodass sich CPM flexibel an unterschiedliche Bauteile und Produktionsumgebungen anpasst. Die Integration in Magic Mark bedeutet außerdem, dass alle Prozessschritte zentral gesteuert werden – von der Visualisierung über die Ausrichtung bis hin zur Markierung. So bleibt die Bedienung einfach, sicher und effizient.
Das CPM Vision-System dient zur kameragestützten Positionierung von Lasermarkierungen. Es zeigt den Markierbereich als Live- oder Einzelbild an und ermöglicht die präzise Platzierung des Layouts direkt auf dem Kamerabild bzw. dem Bauteil. So lassen sich Markierungen visuell kontrollieren und exakt ausrichten – bevor der Laserprozess startet.
Der Unterschied liegt vor allem in der Kameraintegration, Bildgröße und Auflösung. Das interne CPM ist im Strahlengang integriert und bietet höchste Präzision bei kleinen Bildgrößen. Das externe CPM erfasst größere Markierbereiche direkt über die Optik und eignet sich besonders für größere Bauteile und flexible Anwendungen.
Ein internes CPM eignet sich besonders, wenn kleine Bauteile mit sehr hoher Genauigkeit positioniert werden sollen. Durch die Integration der Kamera im Strahlengang wird der thermische Drift des Scanners kompensiert, was eine besonders präzise Markierpositionierung ermöglicht. Voraussetzung ist der Einsatz eines Faserlasers der Serien Business Fiber oder Economy Fiber.
Das interne CPM ist ausschließlich für Faserlaser verfügbar, konkret für den DFL Ventus Marker der Serien Business Fiber und Economy Fiber. Für Diodenlaser und CO₂-Laser steht das externe CPM zur Verfügung.
Die erreichbaren Bildgrößen und Auflösungen hängen von der CPM-Variante ab.
Beim internen CPM liegen die Bildgrößen bei 5 × 5 bis 13 × 13 mm² (Einzelbild) bzw. 35 × 35 bis 70 × 70 mm² (zusammengesetztes Bild) bei einer Auflösung von 6 bis 15 µm/Pixel.
Das externe CPM erreicht Bildgrößen von 60 × 60 bis 160 × 160 mm² bei Auflösungen von 65 bis 200 µm/Pixel, abhängig von Optik und Bildgröße.
Ohne Kameraunterstützung muss die Positionierung des Markierlayouts oft manuell und nach Augenmaß erfolgen. Der Einsatz eines CPM Vision-System reduziert diese Fehlerquelle, indem es den Anwender durch ein perspektivisch korrigiertes Livebild unterstützt. Dadurch sinkt das Risiko von Fehlmarkierungen erheblich, während Präzision und Prozesssicherheit steigen.
Nein, das CPM Vision-System benötigt keine zusätzliche Software. Es ist vollständig in die ACI-Beschriftungssoftware Magic Mark integriert, sodass Bedienung und Positionierung direkt in der gewohnten Oberfläche erfolgen. Allerdings ist zu beachten, dass CPM ein eigenes Hardware-Modul (Kameraeinheit) ist, das am Laserkopf vorhanden bzw. nachgerüstet sein muss. Erst durch die Kombination aus Hardware und Magic Mark wird die kameragestützte Positionierung möglich.
Ja, das CPM Vision-System kann in vielen bestehenden ACI-Laserstationen nachgerüstet werden. Dadurch ist es möglich, vorhandene Anlagen mit der kameragestützten Positionierung auszustatten und so von höherer Präzision und Prozesssicherheit zu profitieren – ohne eine komplett neue Laserstation anschaffen zu müssen.
Das Livebild zeigt den kompletten Markierbereich und ermöglicht die direkte Platzierung des Layouts auf dem realen Bauteil. Je nach Bedarf kann auch ein Einzelbild verwendet werden, das automatisch entzerrt und an den Markierbereich angepasst wird. So stimmen virtuelle Markierung und reale Oberfläche exakt überein.
Beim Stitching werden mehrere Einzelbilder zu einem hochauflösenden Gesamtbild zusammengesetzt. Dies ist besonders hilfreich bei kleinen Strukturen oder filigranen Markierungen, die im Livebild nicht vollständig erkennbar wären. Durch das Stitching erhält der Anwender eine detailgetreue Darstellung für höchste Präzision.
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